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Warum Haare im Winter schneller fetten — und was dagegen hilft
Im Sommer hat der Ansatz drei Tage gehalten, jetzt sieht er am zweiten Morgen schon strähnig aus — und zwar genau dort, wo die Mütze aufgelegen ist. Das ist keine Einbildung und auch kein Zeichen dafür, dass mit deinem Haar etwas nicht stimmt. Im Winter kommen drei Dinge zusammen: Die Mütze drückt den Ansatz flach und verteilt den Talg über die Oberfläche, die Heizungsluft trocknet die Längen aus, und weil der Ansatz schneller fettig wirkt, wird häufiger gewaschen — meistens mit einem milden Shampoo, das den Film gar nicht richtig löst. Der Ausweg ist nicht öfter waschen, sondern einmal pro Woche gründlicher: Wir greifen dafür im Salon zum Olaplex No.4C Clarifying Shampoo.
Was im Winter wirklich passiert
Der Talg selbst nimmt nicht plötzlich zu. Was zunimmt, ist seine Verteilung. Eine Mütze wirkt wie eine Walze: Sie presst das Haar an die Kopfhaut und schiebt den Talgfilm vom Ansatz über die ersten Zentimeter. Deshalb sieht der Oberkopf fettig aus, während die Spitzen gleichzeitig strohig wirken — das klassische Winterbild, über das wir ausführlicher in Ansatz fettig, Spitzen trocken geschrieben haben.
Dazu kommt der Produktaufbau. Trockenshampoo, Hitzeschutz, Stylingcreme und dazu der Kalk im Wiener Wasser legen sich über Wochen als feiner Film auf Haar und Ansatz. Ein mildes Shampoo nimmt diesen Film nicht mehr weg. Das Haar fühlt sich dann schon kurz nach dem Waschen wieder beschwert an — und wirkt damit früher fettig, als es eigentlich ist.

Die Routine für die Heizsaison
- Einmal pro Woche klären. Das Olaplex No.4C ersetzt an einem Waschtag dein normales Shampoo. Im Ansatz aufschäumen, eine Minute einwirken, gründlich ausspülen. Danach fühlt sich das Haar erst einmal regelrecht nackt an — das ist richtig so.
- An den übrigen Tagen mild waschen. Dein gewohntes Shampoo bleibt, aber nur am Ansatz aufschäumen. Die Längen werden beim Ausspülen ausreichend mitgewaschen und bleiben dadurch länger geschmeidig.
- Conditioner nur ab Ohrhöhe. Im Winter rutscht die Pflege gern zu weit nach oben, weil die Längen so trocken sind. Genau das lässt den Ansatz am nächsten Tag wieder schwer wirken.
- Den Zwischentag mit Trockenshampoo überbrücken. Aus 25 bis 30 cm Abstand auf den Scheitel und die Partien darunter sprühen, eine Minute warten, dann mit den Fingerspitzen einmassieren und ausbürsten. Das Warten ist der Schritt, den die meisten überspringen — ohne ihn bleibt ein grauer Schleier liegen.

Welches Trockenshampoo zu dir passt
Bei hellem bis mittelblondem Haar funktioniert das evo Water Killer Dry Shampoo am unauffälligsten. Bei braunem und dunkelbraunem Haar nimm stattdessen die getönte Variante evo Water Killer Brunette oder das Moroccanoil Dry Shampoo Dark Tones — beide sind farblich angepasst und hinterlassen keinen hellen Ansatz.
Wenn du gleichzeitig Volumen brauchst, weil die Mütze alles plattgedrückt hat, ist das Olaplex No.4D Clean Volume Detox Dry Shampoo die bessere Wahl: Es nimmt Talg auf und hebt den Ansatz gleichzeitig an. Die ganze Auswahl liegt in der Trockenshampoo-Kollektion, alle Shampoos findest du in der Shampoo-Kollektion.
Was du mit der Mütze machen kannst
Zwei Kleinigkeiten helfen mehr, als man erwartet. Erstens: die Mütze eine Spur lockerer tragen und sie drinnen abnehmen, statt sie im überheizten Lokal aufzulassen. Zweitens: nie mit feuchtem Haar unter die Mütze. Feuchtigkeit plus Druck plus Wärme ist genau die Kombination, nach der der Ansatz am Abend platt und schwer aussieht.
Und wenn das Haar nach dem Absetzen jedes Mal anliegt: Kopf nach vorn, mit den Fingerspitzen den Ansatz lockern, kurz kalt darüberföhnen. Mehr Griffe dazu stehen in Platte Haare nach der Mütze.
FAQ
Fetten Haare im Winter wirklich schneller?
Sie sehen früher fettig aus, weil Mütze und Heizungsluft den Talg anders verteilen und weil sich Produktreste schneller aufbauen. Die Menge selbst ändert sich kaum.
Hilft es, seltener zu waschen?
Nur begrenzt. Sinnvoller ist, bei der gewohnten Häufigkeit zu bleiben und einmal pro Woche gründlicher zu waschen. Wie oft wirklich passt, steht in Wie oft Haare waschen.
Wie oft darf ich ein klärendes Shampoo verwenden?
Einmal pro Woche ist der Richtwert. Das Olaplex No.4C ersetzt dabei dein normales Shampoo und kommt nicht zusätzlich dazu. Bei coloriertem Haar reicht auch alle zehn bis vierzehn Tage.
Macht Trockenshampoo den Ansatz auf Dauer schlechter?
Es kommt auf die Anwendung an. Ausgebürstet und mit einem klärenden Waschtag pro Woche kombiniert ist Trockenshampoo unproblematisch. Problematisch wird es, wenn es Tag für Tag draufkommt und nie wieder herausgewaschen wird.
Welches Trockenshampoo für dunkles Haar?
Eine getönte Formel wie evo Water Killer Brunette oder Moroccanoil Dry Shampoo Dark Tones. Beide sind auf braune Töne abgestimmt und zeigen am Scheitel keinen hellen Schleier.
Darf ich mit nassen Haaren in die Kälte?
Besser nicht. Nasses Haar ist empfindlicher und bricht bei Kälte und Reibung unter der Mütze leichter. Zumindest auf 80 Prozent vorföhnen, bevor du rausgehst.
Woran erkenne ich Produktaufbau im Haar?
Das Haar lässt sich schwerer aufschäumen als früher, wirkt kurz nach dem Waschen schon stumpf und nimmt Styling schlechter an. Nach einem klärenden Waschgang ist der Unterschied sofort spürbar.
Aus dem Salon
Wenn der Ansatz trotz der richtigen Routine jeden zweiten Tag schwer wirkt, lohnt sich ein Blick auf die Produkte, die du gerade benutzt — oft sind es ein oder zwei zu viel. Bring sie einfach mit in die Neubaugasse 9 im 7. Bezirk, wir gehen sie gemeinsam durch. Termine über die Kontaktseite.
Weiterlesen
- Heizungsluft und trockenes Haar
- Trockenshampoo richtig anwenden
- Bestes Shampoo für fettige Haare
- Styling-Rückstände entfernen
Titelbild: KI-generiert für HauptSache. Produktfotos: Herstellerbilder aus unserem Sortiment.


