Kundenfrage
Wie oft Spitzen schneiden lassen? Alle 8 bis 12 Wochen | 2026
Alle acht bis zwölf Wochen – das ist der Rahmen, mit dem wir am Stuhl arbeiten. Kurze Schnitte brauchen das obere Ende dieses Takts, lange Haare kommen oft mit zwölf bis sechzehn Wochen aus. Entscheidend ist aber nicht der Kalender, sondern wie schnell deine Spitzen aufsplissen – und das kannst du beeinflussen. Ein Öl wie Moroccanoil Treatment, eine erbsengroße Menge ins handtuchtrockene Haar, nur Längen und Spitzen, verschiebt den nächsten Termin bei vielen unserer Kundinnen spürbar nach hinten.
Kurz gesagt
- Richtwert: alle 8 bis 12 Wochen. Kurze Schnitte eher 6 bis 8, lange Haare 12 bis 16.
- Schneiden lässt das Haar nicht schneller wachsen – es wächst an der Wurzel, nicht an der Spitze.
- Es verhindert aber, dass Spliss nach oben weiterreißt und du am Ende mehr abschneiden musst.
- Wer täglich glättet oder föhnt, braucht einen kürzeren Takt als jemand, der lufttrocknen lässt.
- Mit Hitzeschutz, Leave-in und Öl verlängerst du den Abstand – aufgesplissene Spitzen reparieren kannst du nicht.
Warum Schneiden nichts am Wachstum ändert
Das ist der hartnäckigste Mythos im Friseurgeschäft, und er ist leicht zu entkräften: Dein Haar wächst aus der Kopfhaut, rund einen Zentimeter pro Monat. Was an der Spitze passiert, erreicht die Wurzel nicht. Du kannst die Spitzen jede Woche kürzen, die Wachstumsgeschwindigkeit bleibt dieselbe.
Warum der Eindruck trotzdem entsteht: Wenn eine Spitze einmal aufgesplissen ist, reißt sie weiter nach oben – manchmal mehrere Zentimeter. Dieses Stück Haar bricht dann irgendwann ganz ab. Wer nie schneidet, verliert unten mehr Länge durch Bruch, als oben nachwächst. Das Haar wirkt dann, als würde es nicht länger werden. Wer regelmäßig einen halben Zentimeter nimmt, behält die gewonnene Länge tatsächlich.
Welcher Takt zu deinem Haar passt
| Situation | Abstand | Warum |
|---|---|---|
| Kurzer Schnitt, Bob, Pixie | 6–8 Wochen | Hier verliert die Form schneller ihre Kontur als bei Länge. |
| Schulterlang, wenig Hitze | 10–12 Wochen | Der klassische Fall – dreimal bis viermal im Jahr genügt. |
| Lang, Haare wachsen lassen | 12–16 Wochen | Wenig abnehmen, aber nicht ganz auslassen – sonst reißt es weiter. |
| Blondiert oder täglich geglättet | 6–10 Wochen | Die Spitzen splissen deutlich früher auf. |
So verlängerst du den Abstand
Aufgesplissene Spitzen lassen sich nicht reparieren – da ist das Haar mechanisch gespalten, und kein Produkt klebt das dauerhaft zusammen. Was du aber verhindern kannst, ist, dass es überhaupt so weit kommt. Drei Schritte, die bei uns im Salon den größten Unterschied machen:
- Hitzeschutz, immer. Vor jedem Föhn und jedem Eisen – Maria Nila Quick Dry Heat Spray ins handtuchtrockene Haar, kurz durchkämmen, fertig. Weitere Varianten in der Hitzeschutz-Kollektion.
- Ein Leave-in für die Längen. Olaplex No.9 Bond Protector ist silikonfrei, beschwert nicht und reduziert die Reibung beim Kämmen – genau da entsteht ein Großteil der Schäden.
- Öl als Abschluss. Moroccanoil Treatment oder ein anderes Öl aus der Haaröl-Kollektion versiegelt die Spitzen und macht sie geschmeidiger.
Dazu zwei Gewohnheiten, die nichts kosten: nasses Haar nicht mit der Bürste durchreißen, sondern mit einem groben Kamm von unten nach oben entwirren. Und das Handtuch nicht rubbeln, sondern nur ausdrücken.
FAQ
Wachsen Haare schneller, wenn man die Spitzen schneidet?
Nein. Das Haar wächst an der Wurzel, und was unten passiert, hat darauf keinen Einfluss. Regelmäßiges Schneiden sorgt nur dafür, dass du die gewonnene Länge auch behältst, statt sie durch Bruch wieder zu verlieren.
Wie viel Zentimeter soll man abschneiden lassen?
Beim reinen Spitzenschnitt reichen meist 0,5 bis 1 Zentimeter – gerade so viel, dass das aufgesplissene Stück weg ist. Wenn du lange nicht beim Friseur warst, kann es mehr sein. Sag uns ruhig vorher, dass du Länge halten willst, dann rechnen wir rückwärts.
Spitzen nass oder trocken schneiden?
Beides ist üblich. Nass arbeiten wir, wenn die Linie exakt sein muss; trocken, wenn wir sehen wollen, wie das Haar später wirklich fällt – bei Locken fast immer trocken. Welche Variante bei dir passt, entscheiden wir am Stuhl.
Kann man Spliss mit Pflege reparieren?
Eine einmal gespaltene Spitze lässt sich nicht wieder zusammenfügen. Pflege kann die Spitze geschmeidiger machen und optisch beruhigen – ein Leave-in wie Olaplex No.9 reduziert vor allem die Reibung, damit neue Schäden gar nicht erst entstehen. Weg ist Spliss nur mit der Schere.
Welches Produkt schützt die Spitzen am besten?
Die Kombination macht es: Hitzeschutz vor dem Styling und ein Öl danach. Moroccanoil Treatment ist bei uns der Dauerbrenner, weil eine erbsengroße Menge reicht und es auch feines Haar nicht erschlägt – für sehr feines Haar gibt es die Light-Variante.
Soll man die Spitzen selbst schneiden?
Wir raten davon ab – nicht aus Eigeninteresse, sondern weil Haushaltsscheren das Haar quetschen statt sauber zu trennen, und eine gequetschte Spitze splisst sofort wieder auf. Dazu kommt, dass man die eigene Rückseite nicht sieht und die Linie meist schief wird.
Vor oder nach dem Färben schneiden?
In der Regel danach. Die Farbe zieht in kaputte Spitzen anders ein, und nach dem Trocknen sehen wir erst, wie der Schnitt mit der neuen Farbe wirkt. Bei sehr stark geschädigten Längen schneiden wir ausnahmsweise vorher, damit die Farbe nicht in Material geht, das ohnehin abfällt.
Aus dem Salon
Bei uns in der Neubaugasse 9 in 1070 Wien dauert ein reiner Spitzenschnitt nicht lange, und wir sagen dir dabei ehrlich, ob es überhaupt schon so weit ist – wir schneiden niemanden kürzer, als nötig ist. Wenn du Länge aufbauen willst, planen wir den Takt gemeinsam. Hier geht es zur Terminvereinbarung. Und für die Zeit dazwischen findest du die passende Pflege in der Kollektion für Spliss und geschädigtes Haar.
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Titelbild: KI-generiert für HauptSache. Produktfotos: Hersteller-Packshots.


