Bürste reinigen

Wie oft sollte man die Haarbürste reinigen? Alle zwei Wochen | 2026

Haare raus alle paar Tage, richtig waschen alle zwei Wochen. Wie du Bürsten aus Kunststoff und Holz sauber bekommst, was nicht in die Spülmaschine darf und wann eine Bürste ausgedient hat.
Fachlich geprüft von Ceren Stylistin · · 5 Min. Lesezeit
Illustration: Frau mit Paddle-Bürste in der Hand vor dem Badezimmerspiegel

Du nimmst die Bürste in die Hand und siehst zwischen den Borsten einen grauen Filz aus Haaren, Staub und etwas, das früher einmal Trockenshampoo war. Die ehrliche Frage, die uns im Salon dazu gestellt wird: Macht das überhaupt etwas aus?

Ja – wenn auch anders, als die meisten denken. Eine zugesetzte Bürste bürstet nicht mehr richtig. Die Borsten kommen nicht mehr an die Kopfhaut, der Haarfilz liegt wie eine Matte darüber, und was du eigentlich auskämmen wolltest, schiebst du nur hin und her. Dazu verteilst du alte Stylingreste zurück ins frisch gewaschene Haar. Deshalb lautet unsere Antwort:

Haare ausziehen alle paar Tage. Richtig waschen alle zwei Wochen. Wer täglich Trockenshampoo, Haarspray oder Schaum benutzt, geht auf einmal pro Woche.

So geht es in fünf Minuten

Tangle Teezer The Ultimate Detangler Haarbürste Packshot
Kunststoffbürsten wie der Tangle Teezer lassen sich am einfachsten reinigen – das ist einer der Gründe, warum sie bei uns am häufigsten mitgehen.
  1. Haare heraus. Mit einem Stielkamm von einer Seite unter den Haarfilz fahren und ihn im Ganzen abheben. Das geht deutlich schneller als Strähne für Strähne zu zupfen.
  2. Lauwarmes Wasser, ein Tropfen Shampoo. Eine Schüssel lauwarmes Wasser, ein Spritzer von deinem normalen Shampoo. Nur die Borstenseite eintauchen, den Griff möglichst trocken lassen.
  3. Zwischen den Borsten arbeiten. Mit einer alten Zahnbürste über den Borstenboden gehen. Dort sitzt der eigentliche Belag, nicht an den Spitzen.
  4. Klar nachspülen. Unter fließendem lauwarmem Wasser, bis nichts mehr schäumt.
  5. Mit den Borsten nach unten trocknen lassen. Auf ein Handtuch legen, Borsten nach unten, über Nacht. So läuft das Wasser heraus statt ins Polster hinein.

Was du nicht tun solltest

Nicht in die Spülmaschine. Die Hitze verzieht Kunststoffborsten dauerhaft und löst Verklebungen am Polster.

Kein kochendes Wasser. Aus demselben Grund. Lauwarm reicht völlig.

Holzbürsten nicht einweichen. Holz quillt auf und der Lack reißt. Bei einer Holzbürste gehst du nur mit einem leicht feuchten Tuch über die Borsten und trocknest sofort nach.

Nicht mit Haushaltsreiniger. Die Rückstände landen beim nächsten Bürsten auf deiner Kopfhaut. Ein Tropfen Shampoo ist das richtige Mittel – es ist ohnehin dafür gemacht, genau diese Rückstände zu lösen.

Wenn sich der Belag nicht lösen lässt

Ein zäher, fast wachsartiger Film auf dem Polster kommt fast immer von Stylingprodukten – und meistens sitzt derselbe Film dann auch in deinem Haar. In dem Fall lohnt sich einmal ein klärendes Shampoo: Das Olaplex No.4C Bond Maintenance Clarifying Shampoo löst Rückstände von Silikonen, Trockenshampoo und hartem Wasser. Einmal im Monat reicht, danach wieder dein gewohntes Shampoo. Mehr dazu in Bestes klärendes Shampoo gegen Rückstände – und wenn Trockenshampoo bei dir täglich im Einsatz ist, lies auch Bestes Trockenshampoo 2026.

Wann eine Bürste ausgedient hat

Drei Zeichen, bei denen wir im Salon eine Bürste aussortieren:

  • Borsten fehlen oder stehen schief – sie ziehen dann einseitig am Haar.
  • Die Kugelköpfchen an den Borstenspitzen sind abgebrochen. Die scharfe Kante darunter reißt an der Schuppenschicht.
  • Das Luftpolster hat einen Riss und nimmt bei jeder Wäsche Wasser auf.

Eine gute Bürste hält bei normalem Gebrauch ein bis zwei Jahre. Wenn deine das hinter sich hat: Der Tangle Teezer The Ultimate Detangler ist bei uns der Dauerbrenner zum Entwirren, und die ghd All-Rounder Paddle-Bürste die, die wir fürs Glattbürsten und Föhnen empfehlen. Beide findest du neben allen anderen unter Haarbürsten & Kämme.

Warum die Technik beim Bürsten mindestens so wichtig ist wie die Bürste selbst, steht in Haare entwirren ohne Haarbruch. Und welche Bürste für welches Haar passt, haben wir in Beste Haarbürste 2026 verglichen.

FAQ

Wie oft muss ich die Haarbürste wirklich reinigen?

Haare herausziehen alle paar Tage, richtig waschen alle zwei Wochen. Wer täglich Trockenshampoo oder Haarspray benutzt, sollte einmal pro Woche waschen – dort setzt sich das Polster am schnellsten zu.

Womit reinige ich die Bürste am besten?

Mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen von deinem normalen Shampoo. Es ist genau dafür gemacht, Fett und Stylingreste zu lösen, und hinterlässt nichts, was später auf deiner Kopfhaut landet. Eine alte Zahnbürste hilft, an den Borstenboden zu kommen.

Darf die Haarbürste in die Spülmaschine?

Besser nicht. Die Hitze verzieht Kunststoffborsten dauerhaft und löst die Verklebung zwischen Polster und Körper. Lauwarmes Wasser von Hand dauert fünf Minuten und die Bürste hält deutlich länger.

Wie reinige ich eine Holzbürste?

Nur trocken ausbürsten und mit einem leicht feuchten Tuch über die Borsten gehen, danach sofort trocknen. Holz darf nicht einweichen – es quillt auf und der Lack reißt. Mit den Borsten nach unten liegen lassen, bis es ganz trocken ist.

Der Belag geht nicht ab – was hilft?

Ein wachsartiger Film kommt von Stylingprodukten, und meistens steckt er dann auch im Haar. Einmal im Monat mit dem Olaplex No.4C Clarifying Shampoo waschen löst diese Rückstände – an der Bürste genauso wie an den Längen. Danach wieder zum gewohnten Shampoo zurück.

Woran erkenne ich, dass eine Bürste ersetzt gehört?

An fehlenden oder schief stehenden Borsten, an abgebrochenen Kugelköpfchen und an einem gerissenen Luftpolster. Besonders die abgebrochenen Köpfchen sind unangenehm, weil die scharfe Kante darunter an der Schuppenschicht reißt. Eine neue findest du unter Haarbürsten & Kämme.

Reicht eine Bürste für alles?

Für die meisten reichen zwei. Zum Entwirren, auch im nassen Haar, der Tangle Teezer The Ultimate Detangler; zum Glattbürsten und Föhnen die ghd All-Rounder Paddle-Bürste. Zwei Bürsten halten übrigens auch länger als eine, die alles macht.

Kurz gesagt

Alle zwei Wochen fünf Minuten – lauwarmes Wasser, ein Tropfen Shampoo, Borsten nach unten trocknen. Keine Spülmaschine, kein heißes Wasser, Holz nicht einweichen. Und wenn Borsten fehlen oder die Köpfchen ab sind, ist eine neue Bürste die bessere Lösung als jede Reinigung.

Unsere Favoriten stehen unter Haarbürsten & Kämme, die ganze Marke unter Tangle Teezer. Du willst wissen, welche zu deinem Haar passt? Frag uns einfach im Salon – Neubaugasse 9, 1070 Wien.

Titelbild: KI-generiert für HauptSache. Produktbild: Herstellerpackshot.

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